Alexander Rosenkranz (eccuro): Energiewende – Chaos in Politik und Haushalt

Berlin – von Alexander Rosenkranz.

Die Energiewende ist heute in aller Munde und trotzdem für viele nicht mehr greifbar. Neben den öffentlich diskutierten Themen Netzausbau, Kernkraft oder Kohle-Zukunft, sind es auch Themen wie die energetische Sanierung, die wesentlich zum Erfolg oder Misserfolg der von der Regierung aufgestellten Ziele beitragen.

Alexander Rosenkranz (eccuro): "Energiewende in Deutschland heißt vor allem, Chaos in Politik und Haushalt". Foto: Fotolia

Alexander Rosenkranz (eccuro): „Energiewende in Deutschland heißt vor allem, Chaos in Politik und Haushalt“. Foto: Fotolia

Gelingen kann das Mega-Projekt Energiewende dabei nur dann, wenn die Interessen und Bedürfnisse von Bürgern, Unternehmen und Politik aufeinander abgestimmt werden.

Die Entwicklung der Energiewende

Die Energiewende begann etwa 1990 mit dem Stromeinspeisegesetz, das die Einspeisung von Solarstrom in öffentliche Netze regeln sollte. Mit technologischen Fortschritten und neuen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Energieerzeugung, wurde das Stromeinspeisegesetz im Jahre 2000 erweitert und durch das Energieeinspeisegesetz, das EEG, ersetzt.

Heute erstreckt sich die Energiewende über ein breites Themenfeld, wie dem Ausbau der Stromtrassen, dem Ausbau von Offshore Windparks, dem Atomausstieg, der Zukunft der Kohle, dem Nutzen von Fracking, der Mobilität, der Gebäudeenergieeffizienz, der Energieerzeugung, der Energiespeicherung, dem Energietransport und einer Reihe weiterer Themen.

Politisch wurden dazu über 40 Ziele formuliert. Einige Beispiele dafür sind

  • die Reduktion der Treibhausgasemissionen,
  • die Senkung des Primärenergieverbrauchs,
  • die Reduktion des Wärmebedarfs in Gebäuden,
  • die Reduktion des Stromverbrauchs,
  • der Anstieg der Elektromobilität,
  • die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien und
  • die Verdopplung der energetischen Sanierungsrate.

All diese Aufgaben und Ziele bedingen sich gegenseitig und können nur dann umgesetzt werden, wenn alle Beteiligten aus Politik, Industrie und Haushalt an einem Strang ziehen. Allein die Steigerung der Sanierungsquote auf 2 % ist eine große Aufgabe, die bedeutende Auswirkungen auf Energiebedarf und Wirtschaft in Deutschland hat. Zum Vergleich, aktuell liegt die Sanierungsrate bei etwa 1 %, wobei nicht jede Sanierung automatisch zu höherer Effizienz führt.

Die politische Situation heute

Nach einem eccuro-Interview mit Markus Rövekamp, einem der bedeutendsten Energieexperten in Deutschland, kann die Lage der Energiewende mit drei einfachen Worten zusammengefasst werden: komplex, durcheinander und orientierungslos. Für die Zukunft empfiehlt Markus Rövekamp einen mutigen aber auch notwendigen Schritt: Alles auf Anfang und Politik in der richtigen Reihenfolge.

Das heißt, dass zunächst der geplante Energiemix analysiert werden muss. Dabei ist es besonders wichtig, verbindliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Diese beziehen sich unter anderem auf

  • die Höhe der Importabhängigkeit,
  • die Einsatzbereiche fossiler und regenerativer Energien und
  • die Entscheidung über eine zentrale oder dezentrale Energieversorgung.

Daraufhin ist ein Konzept zu entwickeln, das Wege für den technischen Ausbau, die Finanzierung und die Förderung aufzeigt. Realistisch formulierte Ziele helfen dann dabei die Umsetzung kontinuierlich überprüfen zu können.

Der Erfolg der Energiewende ist abhängig von Wissen und Akzeptanz

In Deutschland gibt es heute eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien, die die Energiewende in verschiedenen Teilbereichen beeinflussen. Allein für den Bereich Haushalt, der einen Anteil von etwa 25 % am gesamtdeutschen Energieverbrauch hat, gibt es für Sanierung und Neubau eine große Auswahl unterschiedlicher Maßnahmen und Produkte. In allen Bereichen findet dabei ein kontinuierlicher Wandel statt.

Logo von eccuro

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Im Ergebnis gibt es kaum noch jemanden, der wirklich Durchblick hat. Fehlendes Wissen, einseitige Berichterstattungen und wachsende Unsicherheiten führen zu sinkendem Vertrauen und steigenden Hemmungen, die der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende im Wege stehen.

Abhilfe schaffen dabei moderne Kommunikationssysteme, in deren Mittelpunkt nicht die Förderung, sondern die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur Energieeffizienz steht.

Ein Beispiel für ein solches System bietet das Start-up eccuro, das über eine interaktive Onlineplattform Wissen und Know-how zur Sanierung konzentriert, von dem alle Sanierungsprojekte profitieren. Ganzheitlich vorgeplante Sanierungskonzepte ermöglichen dabei einen einfachen Einstieg in die Sanierung und spenden Sanierern und Experten zusätzliche Sicherheit.

Über den Autor:
Alexander Rosenkranz, eccuro

Alexander Rosenkranz, eccuro

Alexander Rosenkranz ist Diplom-Ingenieur für Versorgungs- und Umwelttechnik und zertifizierter Passivhausplaner. Sein duales Studium hat er im Ingenieurbüro Rosel erfolgreich absolviert und verfügt über Erfahrung mit duplizierbaren Systemen, die den Planungsprozess im Neubau- und Sanierungsbereich vereinfachen, beschleunigen und sicherer machen. Alexander Rosenkranz ist überzeugt, dass die Verbreitung von hochwertigem Wissen die Grundlage für eine erfolgreiche Energiewende ist. Dafür setzt er sich bei der interaktiven Onlineplattform eccuro ein.

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