Steve Forbes und Elizabeth Ames: Geld – Die nächsten 5000 Jahre

Steve Forbes/Elisabeth Ames: Geld: Die nächsten 5000 Jahre. Quelle: FinanzBuch Verlag

Steve Forbes/Elisabeth Ames: Geld: Die nächsten 5000 Jahre. Quelle: FinanzBuch Verlag

Berlin – von Marco Duller.

Steve Forbes und Elizabeth Ames haben ein lesenswertes Buch zum und über das Thema Geld geschrieben.

Im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Buchveröffentlichungen, wie etwa „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ von Thomas Piketty oder aber „Vergesst die Krise! Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen“ von Paul Krugman, geben  Steve Forbes und Elizabeth Ames keine Ratschläge zu möglichen Investitionsstrategien, sondern beschäftigen sich mit der Frage, was Geld ist.

Mehr Messinstrument als Geldpolitik

Die Autoren halten zu Beginn ihres Buches fest, worum es ihnen geht:

„Aber im Grunde genommen ist Geld tatsächlich ganz einfach: Wie wir in diesem Buch wiederholt darlegen werden, ist es im Wesentlichen ein Messinstrument.“ S. 15

Geld ist also ein Messinstrument und wird in der heutigen Zeit zu viel Gewicht beigemessen. Es ist nicht der einzige Titel, der aktuell auf dem Markt ist und sich um Geld oder unsere Geldordnung dreht. Ausgehend von der weltweiten Wirtschaftskrise und damit einhergehend der Krise des Geldes beginnen die Autoren mit ihrer Problemerklärung: Die Abkehr vom Goldstandard.

Durch die Abkehr vom Goldstandard wurde es möglich das Geld zu vermehren ohne einen reellen Gegenwert zu haben. Das Verhalten von den Zentralbanken, aber auch Ökonomen kritisieren Steve Forbes und Elizabeth Ames elizabeth amdeutlich:

„Trotzdem haben nur wenige Vertreter der Ökonomenzunft die zentrale Rolle von Unternehmertum und die Tatsache, dass sich eine Wirtschaft beständig verändert, ausreichend berücksichtigt.“

Unterschätzt: Lehren aus der Energiekrise der 70er

Es wird immer zu sehr in den Medien, aber auch in den wissenschaftlichen Debatten von Krisen geredet, die die Welt bedrohen bzw. die Wirtschaft. Dabei wird laut Forbes und Ames unterschätzt, was Kreativität und menschlicher Einfallsreichtum zum Problemlösen beitragen können. Als Beispiel führen sie die Energiekrise der 70er Jahre an, bei den alle Untergangspropheten bereits eine andauernde Krise herbeigeredet hatten. Die Krise wurde gelöst.

 „Information, gepaart mit Handel und mutigen Unternehmern: das sagt in Wirklichkeit alles, was man über Ökonomie wissen muss. Und Geld – solides, vertrauenswürdiges Geld – ist der entscheidende Vermittler, der alles am Laufen hält.“ S. 23

Geldpolitik: Die Macht ist mit den Zentralbanken
Steve Forbes im Jahr 2013. Foto: Steve Forbes

Steve Forbes im Jahr 2013. Foto: Steve Forbes

Die Abschaffung des Goldstandards hat dazu geführt, dass die Geldpolitik nur noch in den Händen der Zentralbanken ist und somit nicht mehr politisch und demokratisch kontrolliert werden kann. Ein Vorwurf, der in Europa momentan auch am EuGH verhandelt wird. All dies hat laut Forbes dazu geführt, dass das Wissen über Geld nicht mehr so präsent ist wie vor 100 Jahren und eine große Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung darstellt – aber auch für das Eigentum der Menschen.

Als Beispiel nennen sie den Rückgang des Realeinkommens in den USA. Während 1972 der Durchschnittsverdiener 54.162 Dollar verdiente, sind es heute nur noch 45.224 Dollar. Ein Ausgleich erfolgt nur dadurch, dass es heute mehr Doppelverdiener gibt.

Goldstandard soll es richten

Als Lösung plädieren die Autoren für eine Rückkehr zum Goldstandard. Eine sicherlich interessante Lösung, die aber bei dem bereits geldpolitisch beschrittenen Weg sehr weit weg erscheint.

Fazit: Ein gutes Buch, welches interessant und vor allem gut leserlich geschrieben ist. Das Lesen kommt einem sehr kurzweilig vor, auch wenn der Leser wohl mit den Investmenttipps am Ende des Buches, wie schon fast üblich in der heutigen Zeit, leben muss.

Über das Buch:

Steve Forbes, Elisabeth Ames: Geld: Die nächsten 5000 Jahre, FinanzBuch Verlag, 24,99 Euro, ISBN 978-3-89879-778-8

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s