Kurz und knackig: Neues Horstmann-Buch erklärt Pikettys Kapital im 21. Jahrhundert

Das Buchcover von Ulrich Horstmanns Piketty-Rezension. Quelle: Finanzbuch Verlag

Das Buchcover von Ulrich Horstmanns Piketty-Rezension. Quelle: Finanzbuch Verlag

Kapitalismus als Auslöser für die Ungleichheit im 21. Jahrhundert: Rezension von Ulrich Horstmanns Buch „Alles was Sie über das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty wissen müssen“ – von Marco Duller.

Thomas Piketty hat mit seinem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ viel Aufsehen erregt. Keine große Zeitung, die nicht über die Publikation berichtet oder eine Debatte über die Thesen von Piketty geführt hat.

Ulrich Horstmann hat nun im Finanzbuchverlag das Buch „Alles was Sie über das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty wissen müssen“ veröffentlicht.

Piketty, ein französischer Wirtschaftswissenschaftler hat mit seinem in diesem Jahr erschienen Buch eine breite Debatte über die Vermögensverteilung angestoßen. Im Prinzip lässt sich seine Aussage auf einen Punkt bringen: Das Kapital ist in den Händen weniger konzentriert und führt zu einer massiven Ungleichheit. Sein Ausweg: Höhere Steuern weltweit, damit es keine Möglichkeit des Entkommens gibt.

„Der Wohlstand ist nicht richtig verteilt“

Horstmann nähert sich dem Werk zuerst über den Autor Piketty und beschreibt kurz seine Sozialisierung, die die Thesen in seinem Buch sicherlich maßgeblich beeinflusst haben. Ungleichheit als Ursache von sozialer Spannung – gerade in den USA fiel das Buch bei vielen Intellektuellen, so Horstmann, auf einen fruchtbaren Boden. Weniger der Staat wird kritisiert, vielmehr der Kapitalismus, der die Ungleichheit befördert. Ein idealer Debattenbeitrag zur Auseinandersetzung der Ökonomen in den USA.

Bedingt durch seine in dem Buch vorgenommene Analyse drückt Piketty seine Empfehlung wie folgt aus:

„Der Wohlstand ist nicht richtig verteilt. Deswegen bin ich für eine progessive Vermögenssteuer, die steigt, je reicher jemand ist. Sie soll nicht die Leute treffen, die anfangen, Vermögen anzuhäufen. Aber sobald man eine bestimmte Schwelle überschritten hat, muss man zahlen. Ich bin nicht dafür, Kapitalerträge höher zu besteuern. Für Menschen mit wenig Erträgen sollte die Steuer sogar sinken.“ Thomas Piketty (Horstmann, S. 69.)

Das Buch von Ulrich Horstmann ist durchaus lesenswert. Es fasst kurz und knackig auf 100 Seiten zusammen, worum es in Pikettys Veröffentlichung geht. Dabei wird aber auch nicht mit einer kritischen Auseinandersetzung und Einordnung der aufgestellten Thesen gespart. Wer keine Zeit hat Pickettys 700 Seiten zu lesen, lohnt sich Ulrich Horstmanns Buch definitiv. Ideal, um mitdiskutieren zu können.

Zum Buch:

Ulrich Horstmann: Alles was Sie über „Das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty“ wissen müssen, FinanzBuch Verlag, ISBN 978-3-89879-884-6, Preis: 6,99 EUR.

2 Antworten zu “Kurz und knackig: Neues Horstmann-Buch erklärt Pikettys Kapital im 21. Jahrhundert

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